Den eigenen Körper zurückerobern.

Die Tatsache dass viele Leute in unseren reichen, modernen Gesellschaften die Kontrolle über ihren Körper verloren haben, dürfte keine neue Erkenntnis sein. Schlechte Ernährung, verschiedenste Drogen und natürlich ein Mangel an Bewegung sind in grossen Teilen der Bevölkerung die Norm.

Nun gibt es aber einen kleinen Trick mit dem man relativ leicht die Kontrolle über seinen eigenen Körper wiedererlangen kann. Er hilft sich zu motivieren auch wenn man überhaupt keine Lust hat. Und funktioniert meistens. Ob man sich nun das Rauchen abgewöhnen will, weniger naschen will oder auch endlich wieder regelmässig Sport treiben will.

Grundsätzlich haben wir eine etwas seltsame Beziehung zu unserem Körper. Er ist ein Teil von uns und doch irgendwie nicht völlig. Es scheint als ob Körper und Geist in der Tat zwei verschiedenen Persönlichkeiten hätten. Und in dieser Erkenntnis liegt der Schlüssel zum Erfolg. Der eigene Verstand sollte als der erwachsene Teil der Beziehung betrachtet werden und der Körper als der kindliche, mit dem man auf ewig verbunden ist.

Der Körper und ein Kind haben in der Tat viele Gemeinsamkeiten: so verstehen bei zb weder genau was Zukunft bedeutet noch welche Konsequenzen heutiges Verhalten haben wird. Kinder verstehen nicht wieso sie jetzt nicht die ganze Tafel Schokolade oder den Rieseneisbecher essen sollen. Es schmeckt doch so gut! Was sie jedoch nicht realisieren ist die Verbindung zwischen dem was man heute tut und was morgen passieren wird. Es geht ihnen nur um den unmittelbaren Genuss, und mehr Schokolade bedeutet mehr Genuss. Warum die Tafel also nicht ganz essen? Unser Körper reagiert leider oft in der gleichen Weise.

Kinder sind auch sehr bedürftig. Sie brauchen ihre Eltern die ihnen Nahrung, Sicherheit, Liebe und Unterkunft geben. Aber sind diese Grundbedürfnisse erstmal abgedeckt dann erweitern die Kinder ihre Haben-Wollen-Liste ganz schnell. Jetzt reicht nicht mehr nur Nahrung an sich, jetzt wird hauptsächlich 'Nahrung die wie Süssigkeiten schmeckt' verlangt. Jetzt reicht nicht mehr ein simples Dach über dem Kopf, jetzt muss es 'ein eigenes Zimmer mit TV und Computer' sein. Wenn man Kindern also die Möglichkeit gibt, dann steigern sie ihre Wünsche schnell ins Unermessliche. Haben sie erst einmal gemerkt dass all ihre geäusserten Wünsche in Erfüllung gehen, dann verlangen sie immer mehr und mehr um zu sehen wie weit sie gehen können. Die Linie zwischen 'brauchen' und 'wollen' verschwindet zusehends.

Wir sind wohl alle schon Kindern begegnet deren Eltern nicht stark genuch waren ihnen auch von Zeit zu Zeit Sachen zu verbieten oder vorzuenthalten. Das Resultat ist nicht gerade angenehm mitzuerleben. Und dies wird oft auch später nicht viel besser: diese verwöhnten Kinder mutieren dann oft zu quengelden, alles verlangende, aber nie etwas selbst dafür tuende, unselbstständige Erwachsene.

Und genauso verhält sich auch unser Körper wenn wir nicht dagegen steuern. Wollen wir dies aber, dann müssen wir die gleichen Strategien anwenden die gewitzte Eltern bei ihrem Nachwuchs anwenden. Es wird ein Kampf der Willenskräfte, zwischen dem (hoffentlich) weisen Erwachsenenen und dem fordernden, unwissenden Kind.

Überlässt man dem Körper das Kommando, dann wird aus einem 'Ich muss etwas essen' ein 'Ich will nur noch schöne, fette Hamburger und süssen Kuchen essen weil die so gut schmecken und Gemüse abscheulich ist'. Was würdest Du zu einem Kind sagen wenn es dieses äussern würde? Sage Deinem Körper das Gleiche! Dein Körper möchte sich villeicht ständig auf dem Sofa lümmeln, sich mit Alkohol oder Drogen betäuben, lange schlafen und ungesund essen. Aber Dein Verstand weiss es besser und sollte darum die Führung übernehmen.

Wenn ein Kind diesen Kampf der Willenskräfte gewinnt weil die erwachsene Person ständig einknickt, dann wird die Beziehung zwischen ihnen beschädigt. Ein Kind welches immer bekommt was es will ist kein gesundes Kind – weder emotionell noch körperlich. Und weil das so ist, stellen vernünftige Eltern schnell klar wer der Boss ist. "Ich liebe dich, aber ich bestimme wo's lang geht" sollte die Botschaft sein.

Genauso solltest Du auch mit Deinen Körper umgehen. Du, der Verstand, bist der erwachsene Part, darum muss Du die Kontrolle übernehmen. Dein Körper dagegen handelt wie ein Kind und versucht ständig sich aufzulehnen. Wenn ihm dies dann wirklich gelingen sollte, gerät schnell alles aus den Fugen. In doppelten Sinn.

Leider sind unsere Körperpflege-Ansichten oft von unseren Eltern gelernt und übernommen worden. Wenn Deine Eltern meistens sofort einfach den Wünschen ihrer Körper nachgegeben haben, so wird dies Dich natürlich auch geprägt haben. Nichtsdestotrotz muss, und kannst, Du diese Angewohnheiten überwinden. Dein Körper ist wichtig und sein Zustand hat Auswirkungen auf Dein gesamtes Leben. Darum muss Du ihm zeigen dass die Zeiten sich geändert haben und Du nun das Ruder übernommen hast.

Natürlich wird dies am Anfang nicht leicht sein, und Dein Körper wird sich dagegen wehren wie ein kleines, verwöhntes Kind dessen überzogene Forderungen man nun ablehnt. Er wird versuchen Dir einzuflüstern dass es doch viel gemütlicher ist liegen zu bleiben als sich jetzt aufs Fahrrad zu schwingen, oder dass die Sahnetorte doch viel verlockender aussieht als der Obstsalat. Dies ist der kritische Punkt. Ebenso wie man bei quengelden Kindern hart bleiben muss, so muss Du auch jetzt Deinem Körper gegenüber hart bleiben. Er muss einsehen dass diese Denkweise keine Zukunft mehr hat und dass die Alternative langfristig die bessere ist.

Auch sollte man den Fehler nicht begehen überall Ausreden zu suchen, so wie Eltern dies oft bei schwierigen Kindern machen. Sicher, es ist nicht leicht, aber man muss es anpacken und immer wieder versuchen. Auch wenn Dein Körper schon angeschlagen ist und Du nicht sofort eine Sportskanone werden kannst, so heisst das nicht dass die einzige Alternative ständiges fernsehen ist. Du musst die Umstellung langsam, aber konsequent, angehen. Von extremen Fällen abgesehen, sind Menschen mit den gleichen Problemen diesen Weg schon erfolgreich vor Dir gegangen. Ausreden gelten also nicht.

Die meisten Leute wissen auch ganz genau was ihnen gut tun würde. So kompliziert ist gesund leben nun ja auch wieder nicht. Ausserdem gibt es jede Menge Informationsquellen. Man muss die Veränderung nur wirklich wollen. Und dadurch, dass man seinen Körper als Kind, dem man den richtigen Umgang mit sich selbst beibringen muss, ansieht, kann man diese schwierige Aufgabe in ein Spiel und eine Herausforderung umwandeln. Mit der Zeit wird dies auch immer einfacher gehen, wie es auch Eltern von wohlerzogenen Kindern mit der Zeit leichter fällt. Sobald Dein Körper verstanden hat, dass er nun der unterwürfige Teil eurer Beziehung ist, ist er weniger anfällig zu rebellieren wenn Du etwas Anspruchsvolles von ihm verlangst.

Halte Dich an diese Strategie und ein gesunder Körper wird nur noch eine Frage der Zeit sein!

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3 Responses to Den eigenen Körper zurückerobern.

  1. NLP Coach sagt:

    Ein tägliches kleines Dankeschön an den Körper wäre gut. Besonders auch an unsere Füße, die uns überall hinbringen – meistens klaglos.

  2. Heiko sagt:

    Einverstanden mit Dir, NLP Coach! Ich bin auch der selben Meinung!

  3. Fit, flexibel in die Zukunft – weltweites dramatisches PROBLEM Volkskrankheit Übergewicht massiv deklassieren – prädestiniert multi effizienter FITNESS-BALL-BALANCE-SPORT – aktiviert expansiv Physis (BECKENREGION), Psychomotorik, Spiritualität. Auf einem Fitnessball völlig frei, vielseitig balancieren – balancierend darauf hopsen, wippen, spielerisch gekonnt, wie tänzerisch beschwingt darauf agieren – in seiner dynamischen Mitte pendeln, vibrieren – eine immens bereichernde Befindlichkeit – ERLEBNISPÄDAGOGIK – energetisch dynamischer HÖHENFLUG – nur durch seine eigene INTENSISITÄT bewirken als auf einer WOLKE schwebend – beliebig lang – auch mit 82 – FLOWEFFEKT – NULLTARIF!
    Extrem faszinierend – ohne von der Erde abgehoben als zu schweben sich empfinden – fast damit zu vergleichen als der Mensch die aufrechte Haltung einnahm und sich auf zwei Beinen fortbewegte – eine veränderte Dimension bereichernder, beschwingter Befindlichkeit des SELBSTBEWUSSTWERDENS – des SELBSTGEWAHRSEINS – ohne besonderen Aufwand – einfach phänomenal! Hans Tschamler

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